Die Großglocknerkapelle Kals

Unsere Geschichte

            
Im Jahre 1946 gründete Sepp Huter mit noch einigen musikbegeisterten jungen Burschen eine Tanzkapelle. Zuerst waren es nur 3 Mann, bald jedoch 7 Mann, so, wie sie heute noch musizieren. Da der Grossglockner praktisch der Kalser Hausberg ist, war es nicht schwer, den richtigen Namen - Grossglocknerkapelle Kals - zu finden.
       

Bald kamen die ersten Auftritte in Kals selbst, dann in der näheren und weiteren Umgebung. Da fast kein Notenmaterial vorhanden war, hat der Leiter der Gruppe, Sepp Huter, selbst angefangen, Stücke zu komponieren und instrumentieren. Diese Musikstücke kamen beim Publikum gut an und es wurden im Laufe der Jahre immer mehr - ca. 600 Kompositionen für Tanz- und Blasmusikkapellen.

Anfänglich war die Grossglocknerkapelle Kals bei Hochzeiten, Bällen und beim sogenannten "Gungl" (wenn in der Nachbarschaft ein Lamm aufgetischt wird) im Einsatz, bald aber ergaben sich die ersten Gastspiele außerhalb der Heimat, vor allem in Südtirol. Anreisen per Jeep, im Winter bei - 20° Kälte, Talfahrten mittels Hornschlitten, ja das ist Nostalgie und Romantik, Uriges, wie man es heute nur noch von alten Filmen kennt.

Gerade diese Musik, die Sepp Huter schrieb, war es, die der Grossglocknerkapelle Kals ihren eigenen unverkennbaren Klang gab, der im Laufe der Zeit immer mehr geschätzt wurde. Noch Ende der 40-er-Jahre bildete sich die Besetzung, in der auch heute noch musiziert wird: Akkordeon, Harfe, Bass, Posaune, Klarinette und Flügelhorn.

Immer verbreiteter und beliebter wurde diese Kalser Tanzmusik, die selbst dann, als die berühmten Oberkrainer bekannt wurden, ganz bewusst ihre Eigenständigkeit bewahrte, die Handschrift der Kompositionen von Sepp Huter. Musik vom Volk für das Volk, mit jenem Tiroler Schwung versehen, der Begeisterung in aller Welt erzeugt.

Neue Welten erschlossen sich den "Kalsern", als durch den Bau des Felbertauerntunnels auch der Bereich jenseits der Tauern freigegeben war. Zahlreiche Auftritte in Salzburg und dann immer mehr im Ausland - Deutschland, Holland, Belgien  - folgten. Eine Konzerttournee nach Amerika 1984 war ein weiterer Höhepunkt.

Im Jahr 1966 wurde die erste Schallplatte mit der Großglocknerkapelle Kals aufgenommen. Mittlerweile sind über 40 Tonträger aufgenommen worden. Im Laufe der Jahre war es natürlich notwendig, eine schrittweise Verjüngung der Kapelle durchzuführen. Sepp Huter gelang es in grossartiger Form, junge und äusserst begabte Musikanten in die Gruppe einzubauen und trotzdem diesen einmaligen Kalser - Klang zu erhalten.

Im Jahr 2001 verstarb Sepp Huter, 2 Wochen vor seinem Tod hat er noch mit seinen "Kalsern" in Südtirol musiziert.

Die Grossglocknerkapelle Kals wird weiter bestehen und mit der Musik von Sepp Huter den Menschen Freude bereiten.